Innovation lebt nur durch motivierte Mitarbeiter

Christian Busch

Christian Busch

Beitrag von Christian Busch/ Telekom Austria

Durch die intensive Einbeziehung der Mitarbeiter in den Innovationsprozess schafft es die Telekom Austria regelmässig neue  Produkte am Markt erfolgreich zu positionieren.

Viel wurde schon zu Innovation gesagt und geschrieben, doch reden wir alle vom Gleichen? Meinen wir dasselbe?  Innovation, wörtlich „Neuerung“ oder „Erneuerung“ wird von den lateinischen Begriffen novus „neu“ und innovatio „etwas neu Geschaffenes“ abgeleitet. Wir verwenden den Begriff heute hauptsächlich im Sinne von neuen Ideen und Weiterentwicklungen sowie für deren wirtschaftliche Umsetzung.

Unterscheiden wir noch schnell zwischen den Begriffen Invention, „Erfindung“, und Innovation. Inventionen umfassen neue Ideen und Aktivitäten von der konkreten Konzeptentwicklung bis zum Bau der Prototypen. Innovationen ergeben sich dann aus deren Umsetzung und Verwertung.

Wer sind die Treiber?

Unsere Kolleginnen und Kollegen sind die wichtigste Quelle für neue Ideen. Sie bilden ein hohes Potenzial für Verbesserungsvorschläge, da sie das Unternehmen, die Kultur und die Prozesse am besten kennen – und somit auch ihre Schwächen. Durch die Einbeziehung aller MitarbeiterInnen entsteht so ein positiver Beitrag am Unternehmenserfolg, das eigene Arbeitsumfeld wird verbessert, und durch Anerkennung oder auch Incentives steigt die Mitarbeitermotivation.

Unsere Erfahrungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass wir meist Ideen zur schrittweisen Verbesserung eingereicht haben. Radikale Neuerungen, also Quantensprünge, kommen jedoch meist von außen. Denn externe Personen sind weniger „betriebsblind“ und haben daher ganz unterschiedliche Blickweisen. Außerdem bedient man sich extern eines sehr umfangreichen Kompetenzen-Mix und eines breiten Wissenspools.

Die besten Quellen für Innovationen von extern sind unsere Kunden (wir müssen eigentlich nur genau zuhören und gute Fragen stellen), unsere Lieferanten als Teil der Wertschöpfungskette, Forschungsinstitute, Universitäten, lndustriepartner, Technologieanbieter, Beratungsunternehmen und unser eigenes Netzwerk an Beziehungen.

Wie Was Wann

Die Gestaltung und das Management unternehmensinterner Innovationsprozesse sind heute mehr denn je ein existenzentscheidender Erfolgsfaktor für unser Unternehmen. Im Fokus stehen die Fragen, welche unsere innovativen Ideen wie? mit welchem Aufwand? wann? und möglichst erfolgreich realisiert werden können.

Innovationsprozesse zu gestalten, bedeutet für uns nicht nur auf die Veränderungen am Markt und im Unternehmen zeitgerecht und zielgerichtet zu reagieren, sondern dem Trend einen Schritt voraus zu sein und bei der Gestaltung der Zukunft aktiv mitzuwirken. Die Innovationsfähigkeit des Unternehmens wird letztendlich von der Innovationsbereitschaft und -kompetenz aller Mitarbeiter mitbestimmt und wird immer mehr zur Kernfrage jedes erfolgreichen Unternehmens. In der Praxis sind für uns folgenden Prozesse von entscheidender Bedeutung:

  • die Ideenfindung
  • die Ideenprüfung
  • die Realisierung
  • die Verwertung.

Bei Ideen, die ein hohes Verbesserungspotenzial in sich bergen, bewerten die Experten in der Abteilung die technische und wirtschaftliche Durchführbarkeit. Die verantwortlichen Führungskräfte und Experten entscheiden über die Umsetzung der Idee. Nach der erfolgreichen Implementierung wird die Wirksamkeit der Innovation geprüft, um die tatsächlichen Optimierungen zu analysieren.

Bei außergewöhnlichen Ideen wird danach ein Bonus für die innovativen Mitarbeiter freigegeben. Das wäre der prozesstechnische Aspekt zu Innovation. Doch wie wird bei Mitarbeitern eine innere Haltung zu Innovation inspiriert? Welches kulturelle Umfeld lässt den zündenden Funken überspringen? – Innovation hat nur dort Chancen, wo die Unterschiedlichkeit der Menschen anerkannt und gefördert wird und Raum und Kultur für Selbstkritik vorhanden ist. Damit ist schon sehr viel gewonnen!