High-Tech-Segelboot für internationale Märkte

Der international erfolgreiche Segelsportler Hans Spitzauer (Olympia, WM, Weltcup) und das Wiener Unternehmen Spirit Design / Innovation and Branding stellen einen neu entwickelten Segelbootstypen vor. Das Design entstand mit Hilfe modernster Computer-Technologien, das Boot wird zum Teil aus dem High-Tech-Material Kohlefaser gefertigt. Allroundsegler auf der ganzen Welt sollen mit der Innovation aus Österreich angesprochen werden. Das Projekt wurde durch eine departure-Förderung ermöglicht.

„Wir haben das Segeln nicht neu erfunden – aber wir bereichern es um ein neues Bootskonzept: die perfekte Kombination aus Renn- und Freizeitboot für Binnengewässer“, beschreibt Hans Spitzauer sein neu entwickeltes Bootsmodell Lago26, dessen erster Prototyp dieser Tage fertiggestellt wurde. Spitzauer, einer der erfolgreichsten heimischen Segelsportler, wurde bei dem Projekt von departure, der Agentur der Stadt Wien zur Förderung der Creative Industries, unterstützt. Spirit Design wirkte schon bei der Erstellung des Business Plans und der Fördereinreichung maßgeblich mit.

Das Design der Lago26 bricht mit der traditionellen Formgebung, die man bisher bei Segelbooten dieser Größe kannte. „Wir haben eine eine eigenständige, futuristische Gestaltung entworfen, die Funktion und Ästhetik verbindet,“ sagt Daniel Huber, Managing Partner Product bei Spirit Design. Dabei kam wieder die ausdrucksstarke Formensprache des Wiener Designunternehmens zum Einsatz. Man kennt sie auch von Projekten wie dem Rosenbauer Panther, dem Wiener City Airport Train oder dem ÖBB railjet. Die Lago26 kommuniziert Schnelligkeit und Dynamik ebenso wie Freizeittauglichkeit und Komfort: dieser Effekt entsteht durch die Kombination aus schnittiger Form und dem Obermaterial Teakholz.

International renommierte Partner

Als Partner für das Projekt konnte Hans Spitzauer aufgrund seiner ausgezeichneten Kontakte in der internationalen Seglerszene hervorragende Unternehmen gewinnen: Das technische Rumpfdesign stammt von der bekannten deutschen Bootsdesignerin Juliane Hempel. Für die technische Beratung standen die Hamburger Ship Consultants Zucker & Partner zur Verfügung. Als Hersteller fungiert die weltweit anerkannte Yachtwerft TSMM Composite Works in Antalya.

Das Kohlefaser-Rigg des Bootes stammt von Maltese SpA aus Neapel, wo beispielsweise auch der Mast der südafrikanischen America’s Cup Yacht Shosholoza gebaut wurde. Als Lieferant für das Segelmaterial konnte das führende Unternehmen North Sails One Design gewonnen werden, die Beschläge stammen vom US-Hersteller Harken, und das Tauwerk kommt von FSE Robline.

Hoher Anteil an Kohlefaser

„Mit diesem Prototypen sind wir unserem Ziel entscheidend näher gekommen: Erstmals ein ebenso freizeit- wie renntaugliches Boot mit hohem Kohlefaseranteil zu bauen, das annähernd in der Preisklasse eines traditionellen Glasfaserbootes liegt“, beschreibt Hans Spitzauer den ehrgeizigen Anspruch an die Segeleigenschaften und das Preis-Leistungs-Verhältnis bei seinem Projekt. „Damit realisieren wir ein für den Bootsbau richtungsweisendes Konzept.“ Der Hintergrund: Kohlefaser ist sehr viel stabiler und leichter – aber auch teurer – als Glasfaser. Bei der Lago26 wird das High-Tech-Material exakt an den entscheidenden Stellen eingesetzt, um seine einmaligen Eigenschaften optimal zu nutzen. So wird die größtmögliche Wirkung durch die Kohlefaser erzielt, ohne damit die Kosten übermäßig zu belasten.

Die Lago26 zeichnet sich durch hervorragende Segeleigenschaften aus: Einfaches Handling und Komfort wurden in bisher ungekannter Weise mit Schnelligkeit und Regattatauglichkeit verbunden. Bereits Ende Juli 2009 wird ein zweiter, serienreifer Prototyp in Österreich zum Probesegeln zur Verfügung stehen. Interessenten dafür sind eingeladen, sich über das Kontaktformular auf der Website www.championships.at anzumelden. Die durch die Tests gesammelten Meinungen und Feedbacks werden dann in die Fertigung des Serienmodelles einfließen.

Im September 2009 wird die Lago26 auf der Interboot in Friedrichshafen am Bodensee der Öffentlichkeit vorgestellt, ab Jänner 2010 soll die Serienproduktion starten.

Weitere Infos und technische Daten: www.championships.at

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