Anleitung zum Uninnovativsein – No Innovation

Anleitung zum Uninnovativsein

Anleitung zum Uninnovativsein

Carsten Deckerts’s “Anleitung zum Uninnovativsein” ist ein Buch, das vom Umfang her leicht an einem Nachmittag gelesen werden kann. Will man tiefer ergründen und geht man den zahlreichen Zitaten nach, dann wird man etwas mehr Zeit dafür aufwenden müssen.
Die Idee des Buches stützt sich auf das Werk von Paul Watzlawik “Anleitung zum Unglücklichsein”. Aus dem Umkehrschluss wie man es machen soll damit der Mißerfolg sicher eintritt schließt der Autor, das der Leser angeregt wird darüber nachzudenken, wie Innovation in einem Unternehmen erfolgreich organisiert werden.
Unterteilt in Erfindung und Umsetzung der Ideen in Innovationen werden 5 Grundgesetze des Uninnovativseins erarbeitet und definiert. Diese Grundgesetze stellen eine Zusammenfassung der aktuellen Innovationsliteratur dar und stellen als Ergebnis letztlich einen Ratgeber dar, wie Innovation im Unternehmen stattfinden kann. Oder anders ausgedrückt einem einen Spiegel vorhält mit dem Zweck es richtig zu machen.
Der Unterschied zwischen Erfinder und Unternehmer ist ein Beitrag des Autors der sehr trefflich beschreibt was Erfinder und Unternehmer charakterisiert.
Als wertvollsten Beitrag des Buches habe ich das Nachwort empfunden, in dem der Autor  drei Missverständnisse der Innovation herausarbeitet. Ein paar Illustrationen mehr würden das Buch noch attraktiver machen. Insgesamt jedoch ein sehr empfehlenswertes und schnell lesbares Buch für Innovations-Interessierte.

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Wachstumsmotor erneuerbare Energie

Greenpeace-Studie: Wie sich die Wirtschaft bis 2050 ändern kann

Wenn man Greenpeace glaubt, wird alles gut. Oder es kann zumindest alles gut werden, sagen die Experten der Umweltorganisation. Bis zum Jahr 2050 kann die Welt ihren Ausstoß an Treibhausgasen auf ein Achtel begrenzen, 80 Prozent ihrer Energie und fast den ganzen Strom aus erneuerbaren Quellen decken, Millionen neuer Jobs schaffen, ökonomisch wachsen und nebenbei viel Geld sparen. Dieses optimistische Szenario zeichnen Greenpeace und der Europäische Dachverband der Industrie für erneuerbare Energien (EREC) in einer neuen Studie. Das 260-Seiten-Buch ‘Energy (R)evolution’ ist die Neuauflage einer Untersuchung von 2007; wie damals stammen die Berechnungen von Wissenschaftlern des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt. Die Zahlen sind noch ehrgeiziger als damals, setzen aber keine neuen Erfindungen voraus, betonen die Autoren. ‘Eine vollständige Stromversorgung auf Basis erneuerbarer Energien ist keine Frage der Technik, sondern des politischen Willens’, sagt die EREC-Geschäftsführerin Christine Lins.

Ein wichtiger Schritt in diese Zukunft ist konsequentes Energiesparen. Die Studie nimmt an, dass bis 2050 der Bedarf der ganzen Welt nach Primärenergie nicht um 60 Prozent steigt, wie es ein konventionell gerechnetes Vergleichsszenario vorsieht. Stattdessen soll der Verbrauch global betrachtet leicht sinken. Deutliche Einsparungen in den heutigen Industriestaaten kompensieren den Mehrverbrauch von China, Indien und den Entwicklungsländern. Von der gesamten Energie stammen dann 80 Prozent aus Quellen wie Sonnenlicht oder Wind. Alle Kernkraftwerke sind abgeschaltet. Jedes zweite Auto, so der Report, werde 2050 elektrisch fahren, unter anderem darum steigt überall der Strombedarf; global betrachtet um 18 Prozent.

Die Umstellung wird zunächst große Investitionen erfordern, sagen die Autoren. Bis 2030 kosten die Kraftwerke für erneuerbare Energie 5,5 Billionen Euro mehr als konventionelle Anlagen. Dadurch entstünden im Energiesektor zum einen insgesamt drei Millionen mehr Jobs als beim Festhalten an konventioneller Technik. Im gleichen Zeitraum koste zum anderen allein der Brennstoff für die Stromproduktion 5,3 Billionen Euro weniger. Ab 2030 soll der Strompreis für den Verbraucher billiger werden, wenn Elektrizität alternativ statt konventionell erzeugt wird. Die erneuerbaren Energien werden dann zur Großindustrie und erwirtschaften Mitte des Jahrhunderts 480 Milliarden Euro Umsatz – fast fünfmal so viel wie heute. cris

sueddeutsche.de

Förderprogramm für Existenzgründer

Das Bundesministerium für Forschung und Entwicklung bietet für Existenzgründungen aus der universitären Forschung und Wissenschaft das Förderprogramm EXIST an. Bewerber sind immer die Universitäten oder Gründernetzwerke, die in Zusammenarbeit mit ihren wissenschaftlichen Mitarbeitern einen entsprechenden Förderantrag stellen können. Ziel der Förderung ist der Aufbau einer selbständigen Existenz. Genaue Informationen liefert die Seite des Bundesministeriums unter www.exist.de. Gerade was die Finanzierungs-Frage anbelangt, wissen viele Existenzgründer gar nicht, wie sie an die ganze Sache herangehen sollen und welche Möglichkeiten der Finanzierung es gibt. Einige Banken vergeben zwar auch Kredite für Selbstständige, aber oft ist die Kreditvergabe an Bedingungen geknüpft, die die meisten Antragsteller nicht erfüllen. Kredite an Existenzgründer werden von Banken äußerst selten vergeben. Denn meist ist den Finanzhäusern das Risiko einfach zu hoch, dass die Geschäftsidee nicht den gewünschten Erfolg bringt – egal wie toll das Konzept ist, egal wie gut der Businessplan ausgearbeitet ist. Der Versuch, über das Förderprogramm EXIST Unterstützung zu bekommen, lohnt sich also auf alle Fälle.

Neben der finanziellen Förderung bietet das Programm EXIST einen großen Rahmen an verschiedenen Unterstützungsmaßnahmen an, von Seminaren bis hin zu Netzwerken. Gerade für junge Forscher ist es oft zu viel, wenn sie sich neben den fachlichen Eigenschaften ihres Projektes noch kaufmännische Kenntnisse aneignen sollen. Da es aber für den Aufbau eines Wirtschaftsbetriebes unerlässlich ist, wenigstens die Grundlagen von Buchhaltung über Kundenakquisition bis hin zum Finanzplan zu beherrschen, bietet EXIST eine gute Möglichkeit, alles konzentriert in Fachseminaren zu erlernen. Ein solches Consulting ist unverzichtbar, wenn man seine eigentlichen Aufgaben nicht vernachlässigen oder viel Geld für externe Beratung ausgeben will.

Um einen Businessplan und eine Geschäftsidee auf tragfähige Beine zu stellen, braucht man Partner. EXIST ermöglicht mit seiner Förderung, dass die Auswahl der geeigneten Partner gelingt und Kosten für ein professionelles Coaching übernommen werden. Natürlich sind verschiedene Bedingungen an eine Anschubfinanzierung geknüpft, so darf das Unternehmen z.B. noch nicht gegründet sein.

Die Einbindung einer Geschäftsgründung in den universitären Rahmen kann viele Vorteile bieten. Erstmal entfallen hohe Kosten für eine technische Ausstattung, da es oft möglich ist, die vorhandene Einrichtung der Universität zu nutzen. Natürlich rekrutieren sich hier oft auch die ersten Mitarbeiter. Man kennt seine Kollegen, kann einschätzen, wie zuverlässig und interessiert sie sind, für welche Aufgaben sie geeignet sind und mit welchen Kollegen sie harmonieren. Viele erfolgreiche Existenzgründer haben sich an der Universität kennengelernt und ein ganzes Leben mehr oder weniger eng zusammengearbeitet.

Für viele kleine und mittlere Unternehmen wäre eine Existenz nicht denkbar ohne die Kontakte, die ihnen an oder über die Universität zur Verfügung gestellt wurden. Das berühmte Vitamin B öffnet einem so manche Türen, die anderen Bewerbern verschlossen bleiben. Wer also die Möglichkeit hat, die Verbindungen zu nutzen und sich im Umfeld seiner Universität mit seiner Existenzgründung anzusiedeln, der sollte nicht lange nachdenken, sondern diese hervorragenden Bedingungen nutzen.

Störungsfaktor Innovation

Das Treffen von Entscheidungen und das Lösen von Problemen gehört unbestritten zu den Aufgaben des Managements. Im Bereich des Innovationsmanagements sind solche Entscheidungen mit in der Regel mit vielen Risiken verbunden. Immer wieder können wir feststellen, dass die Übertragung von Best Practices und  Erfahrungen nur teilweise bis gar nicht auf neue Lösungen anwendbar sind. Das ist oftmals der Grund der sog. „Innovationsflops“, die im Bereich der Industriegüter zwischen 25 und 40% schwankt, während sie auf Konsumgütermärkten noch höher sind (zwischen 35 – 60%).

Die Zahlen aus der Praxis zeigen, dass es keine „one size fits all“-Strategie im Bezug auf Innovationsprojekte gibt. Für jedes Unternehmen muss die aktuelle spezifische interne und externe Situation berücksichtigt werden, bei der organisatorische, strategische, unternehmenskulturelle und marktspezifische Faktoren zum Tragen kommen. Relevante Einflussgrößen, welche sich auf die Innovationsfähigkeit beziehen, werden in der Literatur zumeist über die traditionelle Erfolgsfaktorenforschung ermittelt. Die so gewonnenen Erfolgsfaktoren sind oftmals nicht auf andere Unternehmen übertragbar. Zudem reicht ihre Aussagekraft oft nicht aus, um komplexe Situationen angemessen beschreiben zu können.

Der Lösungsanbieter für Wissens- und Innovationsmanagementlösungen, Pumacy Technologies AG hat deshalb im Rahmen eines von der Europäischen Union kofinanzierten Forschungsprojekts den INNOPLEX-Ansatz (www.innoplex.eu) entwickelt, für den unterschiedliche Herausforderungen an das Innovationsmanagement untersucht wurden: (a) Analyse unternehmensspezifischer Einflussfaktoren für das Innovationsmanagement, (b) Untersuchung der Wechselwirkungen zwischen diesen Faktoren und Identifikation der Störfaktoren sowie (c) Priorisierung von Innovationsfaktoren und Ableitung von Handlungsempfehlungen.

Die Ergebnisse des Projekts bestätigen, dass für die Innovationsfähigkeit nicht nur Erfolgsfaktoren, sondern auch Störfaktoren von Relevanz sind. Dies verdeutlicht, dass die Anzahl der unternehmensspezifischen Einflussfaktoren sehr hoch ist und ihre Wirkungsweisen qualitativ unterschiedlich sind. Die Komplexität, welche durch die Vielzahl von Einflussfaktoren entsteht und den gegenseitigen Wechselwirkungen untereinander, scheint unüberwindbar zu sein. In diesem Bereich führen uns unsere linearen Denkmuster, wie wir sie oft gebrauchen, an grundsätzliche Verständnisgrenzen. Um dieser Linearität vorzubeugen, wurde im Rahmen des INNOPLEX ein unternehmensinternes Werkzeug, der „Innovation Profiler“ entwickelt. Mit Hilfe dieses Instruments wird das Unternehmen auf das Innovationsverhalten, Innovationsinfrastruktur und Störfaktoren hin analysiert. Mit Anwendung von Methoden der sozialen Netzwerkanalyse wird die Relevanz und situationsspezifische Priorität der Faktoren identifiziert, um die Komplexität abzubilden und für die Priorisierung von Maßnahmen zu reduzieren.

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Abbildung 1: Funktionsweise des Innovation Profilers (Quelle: www.innoplex.eu)

Die Identifizierung der Faktoren, unabhängig, ob es sich um Erfolgs- oder Störfaktoren handelt, wird in Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern durchgeführt. Die Aufgabe der Unternehmensanalyse hinsichtlich ihrer Innovationsfähigkeit besteht darin, die Stärken und Schwächen des Unternehmens aufzudecken. Das Ziel ist die Identifikation der Potentiale und ihre strategische Bewertung. Ausgehend von den Ergebnissen hat das Unternehmen verschiedene Entscheidungen bzgl. des Innovationsmanagements zu treffen, wie beispielsweise die Festlegung des Markteintrittszeitpunktes (sog. Timing-Strategien) oder der Beginn der Entwicklungsaktivitäten (Entwicklungs-Timing). Auf der operativen Ebene sind sowohl die personellen als auch die organisatorischen Störfaktoren zu evaluieren und zu überwinden. Diese innovationsfördernden und hemmenden Einflussfaktoren unterliegen, wie das Unternehmen selbst  und seine Umwelt einem ständigen Wandel. Deshalb sollte die Identifikation und Analyse interner und externer Einflüsse ein fester Bestandteil des Innovationsmanagements werden.

Der Einbezug von Störfaktoren im INNOPLEX-Ansatz schließt die Anwendung von Best Practices nicht aus. Vielmehr benötigen diese jedoch eine individualisierte Betrachtung, um auf das Unternehmen abgestimmte Lösung zu generieren, sowie den Einbezug von Störfaktoren, um ein robustes Innovationsmanagement zu entwickeln. Dabei sollte nicht außer Acht gelassen werden, dass  eine kritische Begutachtung der Störfaktoren kontinuierlich durchgeführt werden sollte. Es geht dabei nicht primär um die Überwindung der Störfaktoren, sondern um ihre explizite Berücksichtigung im Innovationsprozess in Anbetracht der Komplexität der Aufgabe. Mit INNOPLEX wird es gezielt möglich, eben jene Störfaktoren zu identifizieren, die eine besonders prägnante Rolle im Unternehmen einnehmen. Schafft es das Unternehmen, angesichts begrenzter Ressourcen seine Prioritäten für das Innovationsmanagement richtig zu setzen, stellen sich meist erstaunliche Steigerungen seiner Innovationsfähigkeit ein.

Selma Borovac, Pumacy Technologies AG (www.pumacy.de)

Message of hope to our industry CEOs

Für unsere Leser haben wir diesmal einen Gastbeitrag aus USA ausgewählt und freuen uns über den Blog von Leslie Carothers in dem sie an die Wirtschaftskapitäne appelliert neue Ideen ihrer Mitarbeiter massiv zu unterstützen.

Leslie Carothers

Leslie Carothers

Beitrag von Leslie Carothers/Furniture Today

Leaders: I may be wrong, but please read on. Right now, I know each of you are taking the actions-hour by hour – that are necessary for the survival of your businesses.

After 27 years of getting to know many of you, whether retailer, manufacturer or supplier.  I know you are a group of people who care deeply about the impact your decisions on the lives of each of your stakeholders. I believe you have, at your core, a desire to bring beauty and comfort into other’s people’s lives through what you do for a living while, at the same time, building a viable financial future for your own families.
And now, so much of what you’ve worked so hard for is -or seems to be- crumbling. It’s such a tough time and I am writing this today to share with you the one free action I see that you could incorporate in order to bring your companies a renewed sense of hope.

This post is directed to the CEO’s of our industry because one of your key priorities right now is likely to be aggressively speeding up the VELOCITY OF your (profitable) SALES. If that’s true, please read this through to the very end.

I believe, by implementing this idea, you have the power to deliver a message of hope so tangible and real that actionable opportunities you’ve never heard or thought of will pour forth-empowering you to lead your employees through these perilous times with a renewed sense of passion and commitment from them that you never thought possible.

Here it is:
Issue invitations to all sales people who have a new idea/product/technology to show you to come and see you PERSONALLY-at market or elsewhere. I know-time is the issue, BUT: Right now, your whole team-no matter how senior they are-needs TO KNOW YOU ARE OPEN TO NEW IDEAS.

There is no better way for them to see this than for you to extend an open invitation for all salespeople to visit you-the CEO. Why? Your employees, for the most part, will NOT , in this current climate, put their jobs on the line to bring you a new idea or technology if they think it will make them look bad in front of you, damage your ego because you don’t understand it, get them known as a “thought leader” but not focused on the here and now, etc. They will bring you only those ideas that they know will ingratiate themselves to you.

As a result, you are NOT SEEING the ideas that might be the difference between staying in and going out of business because it might cost someone their job if you think it is a silly or bad idea because you don’t understand it. Maybe your CMO/CIO doesn’t understand the idea themselves, but it really IS a brilliant idea and, if you saw it, you would recognize it. I see this happening a lot, sorry to say, at the CMO/CIO levels. Everyone is just so busy, so panicked and the technology so new and confusing that the great ideas that can save your business and propel it forward are just not getting through- TO YOU, THE LEADER.

By letting it be known that you are INVITING sales people with new ideas into YOUR inner sanctum, you are sure to unleash a rush within your own teams to find and present to you the best ideas out there. It is my hope that by letting your employees know you don’t have all the answers and are searching for creative and innovative ways to conduct your business-even if it means personally visiting with all the sales people yourself – it will send such a strong message to them re: your willingness to conduct your business in totally new ways that it will give them the faith they need to bring you new ideas-even if the idea does not make sense and they are afraid of presenting it to you because it is so “out there.” Many of the best ones don’t make sense-at first. Like why consumers would ever use their mobile phones to surf the web. People thought it would be too hard to see the screen or type on it. Today , according to Nielsen, 3.1 billion people in the world use their mobile phones to surf the net-one half of the world’s population- 264 million here in the US alone.

Did you know that? Maybe, armed with that knowledge, you’ve just read a message of hope? Has your company met with a mobile ad sales rep yet? Do you have your own mobile social networking site yet? Do you text message your customers yet? Hope? YES. Just be OPEN to it..it’s all around you.

About this blog

Leslie Carothers Retail Ideas columnist:  Hi, I’m Leslie Carothers, principal of The Kaleidoscope Partnership, a national company specializing in helping retailers and manufacturers use the internet and their websites to powerfully drive traffic and profitability. I have been involved in all aspects of the retail home furnishings business for over 25 years-especially with respect to sales, sales training, writing, speaking and consulting. By writing this blog, I hope to educate, inform and stimulate you to try new ideas in your own businesses that can help you make money and engage with today’s customers in ways that are fun, personalized and relevant –to them. I welcome all of your comments so we can have a shared dialogue benefitting our entire industry. Please feel free to either email me at  leslie@tkpartnership.com or call me at 713-705.2482

Innovation lebt nur durch motivierte Mitarbeiter

Christian Busch

Christian Busch

Beitrag von Christian Busch/ Telekom Austria

Durch die intensive Einbeziehung der Mitarbeiter in den Innovationsprozess schafft es die Telekom Austria regelmässig neue  Produkte am Markt erfolgreich zu positionieren.

Viel wurde schon zu Innovation gesagt und geschrieben, doch reden wir alle vom Gleichen? Meinen wir dasselbe?  Innovation, wörtlich „Neuerung“ oder „Erneuerung“ wird von den lateinischen Begriffen novus „neu“ und innovatio „etwas neu Geschaffenes“ abgeleitet. Wir verwenden den Begriff heute hauptsächlich im Sinne von neuen Ideen und Weiterentwicklungen sowie für deren wirtschaftliche Umsetzung.

Unterscheiden wir noch schnell zwischen den Begriffen Invention, „Erfindung“, und Innovation. Inventionen umfassen neue Ideen und Aktivitäten von der konkreten Konzeptentwicklung bis zum Bau der Prototypen. Innovationen ergeben sich dann aus deren Umsetzung und Verwertung.

Wer sind die Treiber?

Unsere Kolleginnen und Kollegen sind die wichtigste Quelle für neue Ideen. Sie bilden ein hohes Potenzial für Verbesserungsvorschläge, da sie das Unternehmen, die Kultur und die Prozesse am besten kennen – und somit auch ihre Schwächen. Durch die Einbeziehung aller MitarbeiterInnen entsteht so ein positiver Beitrag am Unternehmenserfolg, das eigene Arbeitsumfeld wird verbessert, und durch Anerkennung oder auch Incentives steigt die Mitarbeitermotivation.

Unsere Erfahrungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass wir meist Ideen zur schrittweisen Verbesserung eingereicht haben. Radikale Neuerungen, also Quantensprünge, kommen jedoch meist von außen. Denn externe Personen sind weniger „betriebsblind“ und haben daher ganz unterschiedliche Blickweisen. Außerdem bedient man sich extern eines sehr umfangreichen Kompetenzen-Mix und eines breiten Wissenspools.

Die besten Quellen für Innovationen von extern sind unsere Kunden (wir müssen eigentlich nur genau zuhören und gute Fragen stellen), unsere Lieferanten als Teil der Wertschöpfungskette, Forschungsinstitute, Universitäten, lndustriepartner, Technologieanbieter, Beratungsunternehmen und unser eigenes Netzwerk an Beziehungen.

Wie Was Wann

Die Gestaltung und das Management unternehmensinterner Innovationsprozesse sind heute mehr denn je ein existenzentscheidender Erfolgsfaktor für unser Unternehmen. Im Fokus stehen die Fragen, welche unsere innovativen Ideen wie? mit welchem Aufwand? wann? und möglichst erfolgreich realisiert werden können.

Innovationsprozesse zu gestalten, bedeutet für uns nicht nur auf die Veränderungen am Markt und im Unternehmen zeitgerecht und zielgerichtet zu reagieren, sondern dem Trend einen Schritt voraus zu sein und bei der Gestaltung der Zukunft aktiv mitzuwirken. Die Innovationsfähigkeit des Unternehmens wird letztendlich von der Innovationsbereitschaft und -kompetenz aller Mitarbeiter mitbestimmt und wird immer mehr zur Kernfrage jedes erfolgreichen Unternehmens. In der Praxis sind für uns folgenden Prozesse von entscheidender Bedeutung:

  • die Ideenfindung
  • die Ideenprüfung
  • die Realisierung
  • die Verwertung.

Bei Ideen, die ein hohes Verbesserungspotenzial in sich bergen, bewerten die Experten in der Abteilung die technische und wirtschaftliche Durchführbarkeit. Die verantwortlichen Führungskräfte und Experten entscheiden über die Umsetzung der Idee. Nach der erfolgreichen Implementierung wird die Wirksamkeit der Innovation geprüft, um die tatsächlichen Optimierungen zu analysieren.

Bei außergewöhnlichen Ideen wird danach ein Bonus für die innovativen Mitarbeiter freigegeben. Das wäre der prozesstechnische Aspekt zu Innovation. Doch wie wird bei Mitarbeitern eine innere Haltung zu Innovation inspiriert? Welches kulturelle Umfeld lässt den zündenden Funken überspringen? – Innovation hat nur dort Chancen, wo die Unterschiedlichkeit der Menschen anerkannt und gefördert wird und Raum und Kultur für Selbstkritik vorhanden ist. Damit ist schon sehr viel gewonnen!

Riesenzukunftschance Photovoltaik

Dünnschicht und Nanotechnologie für Photovoltaik

Dünnschicht und Nanotechnologie für Photovoltaik

Foto TUM, Dünnschichttechnologie

Die als Licht und Wärme auf die Erde auftreffende Sonnenenergie beträgt etwa das 15.000-fache des gesamten Primär-Energieverbrauchs der Menschheit 2008. Die direkte Umwandlung von Sonnenenergie in elektrische Energie wird mit dem technischen Fortschritt wirtschaftlich interessant. Photovoltaik gewinnt stark an Bedeutung. Firmen wie Fronius, Ispor und ertex-solar haben das Potenzial längst erkannt. Mehr dazu erfahren Sie in unserer aktuellen Ausgabe des InnovationSpirit. Informationen zum Abo können Sie gerne unter office1@inna.at anfordern.