Das Ideenbuch

Das Ideenbuch hat es als eines der wenigen nicht-amerikanischen Bücher auf die Top 100-Liste geschafft. Aber noch bemerkenswerter ist die Tatsache, dass das Ideenbuch ganz ohne die Unterstützung eines grossen Verlages auskommt, da es von seinem Autor in Eigenregie herausgegeben wird. Das macht die Platzierung neben so bekannten Büchern wie „Flow”, “7 Habits of Highly Effective People”, “In Search of Excellence”, “Only the Paranoid Survive” and “The Tipping Point” zu einem noch größeren Erfolg.

Fredrik Härén hofft, dass die aktuelle Wertschätzung des Ideenbuchs auch andere dazu motiviert, kreative Produkte und Dienstleistungen anzubieten, die dem globalen Wettbewerb standhalten. „Da Singapur gerade zu einer Art Antreiber für Kreativität im Geschäftsleben avanciert, sollte der Erfolg eines in Singapur lebenden Autors – zusammen mit Berühmtheiten wie Peter Drucker, Edward de Bono, Malcolm Gladwell and Thomas L. Friedmanauf einer Liste zu stehen – auch andere ortsansässige Unternehmen und Personen dazu antreiben, ihre kreativen Ideen umzusetzen,“ sagt Fredrik Härén.

“Das Ideenbuch”, das Buch des in Singapur lebenden Autors Fredrik Härén ist auch im kürzlich erschienenen amerikanischen Ratgeber „The 100 Best Business Books of All Time: What They Say, Why They Matter, and How They Can Help You” enthalten.

Nach Jahren des Lesens, Bewertens und Verkaufens von Business-Büchern und Management-Ratgebern über ihr Unternehmen CEO-800-READ, gehören die beiden Firmengründer Jack Covert und Todd Sattersen zu den anerkanntesten Experten für Business-Ratgeber. Kürzlich veröffentlichten sie daher auch ein eigenes Buch mit ihrer Liste der 100 besten Business- und Management-Bücher.

“Jahr für Jahr werden 11.000 Management-Bücher in Amerika veröffentlicht, daher ist ist es natürlich eine große Ehre in dieser Liste der 100 Besten enthalten zu sein“, sagt Fredrik Härén.

Das Ideenbuch ist eines der insgesamt nur zehn aufgelisten Bücher zum Thema “Innovation und Kreativität”. Dabei besticht es neben seinem auffallend schlichten Design, vor allem durch seinen ergiebigen Inhalt und sein einzigartiges Konzept: die Kollektion von Management-Einblicken gepaart mit Anektdoten über Kreativität, Innovation und Inspiration. Und aufgrund der unbeschriebenen Seiten, die jeder Geschichte folgen, eignet sich das Ideenbuch auch als Notizbuch. Die Leser bzw. Anwender können ihr Ideenbuch somit personalisieren, indem sie eigene Ideen und Gedanken notieren, und so ein echtes Unikat schaffen. Dank einer innovativen Marketing-Strategie, die das Ideenbuch selbst zum gelungenen Fallbeispiel für Kreativität im Business macht, hat das Ideenbuch in kürzester Zeit alle Verkaufsziele weit übertroffen.

ÜBER „DAS IDEENBUCH“

Das Ideenbuch wurde bisher über 200.000 mal in mehr als 40 Ländern verkauft und mittlerweile in 12 Sprachen übersetzt (inklusive Mandarin und Japanisch). Erst kürzlich in Singapur auf den Markt gekommen, hat es das Buch innerhalb kürzester Zeit auf die Bestseller-Regale in den dortigen Buchshops geschafft.

In Japan schaffte es das Buch bei seiner ersten Veröffentlichung mühelos auf Platz 5 der meistverkauften Business-Bücher. Und in Island haben ein Prozent der Gesamtbevölkerung das Buch gekauft – in einem Monat!


ÜBER FREDRIK HÄRÉN

Fredrik Härén ist ein schwedischer Entrepreneur, Verleger und Autor, der vor einiger Zeit Singapur zu seiner Wahlheimat gemacht hat. Er ist der Gründer des Kreativ-Unternehmens interesting.org und außerdem Sprecher und Trainer, mit weit über 1.000 gehaltenen Vorträgen rund um den Globus. In Schweden wurde er 2007 zum „Sprecher des Jahres“ gewählt sowie 2008 vom Magazin „Leva“ zu einer der „100 inspirierendsten Personen Schwedens“. Im Jahre 2009 wurde er darüber hinaus zu einem von „Schwedens begehrtesten After Work-Sprechern“. Fredrik Härén hat insgesamt sieben Bücher geschrieben. Sein neuestes Buch – „The Developing World“ – erscheint im Herbst diesen Jahres.

Bionik als Ideengeber für Möbeldesign – Faltbare Möbel

Designermöbel als Ergebnis wissenschaftlicher Erkenntnisse

plicio-varius Wissenschaft dient der Weiterentwicklung der Menschheit. Die Naturwissenschaften lehren uns die Elemente des Universums zu erkennen, die wirkenden Kräfte zu erfahren und die Zusammenhänge zu verstehen. Die Bionik hat diesem Verstehen noch eins draufgesetzt und erhebt den Anspruch “aus der Natur zu lernen” und die Produkte die der Mensch “künstlich” schafft in Analogie zur Vorgehensweisen und Ausprägungen der Natur zu gestalten.

Wie dies in der Praxis umgesetzt werden kann sei hier am Beispiel der “Faltbaren Möbel” erzählt, die kürzlich in der Fernsehsendung “Die große Show der Naturwunder” von Frank Elstner und Ranga Yogeshwar mehr als 4 Millionen Zusehern präsentiert wurden. Grundlage der Geschichte sind die Faltprinzipien der Natur, systematisiert von Biruta Kresling, Architektin und Designerin. Kreslin, in Paris zuhause, lehrt “Industrial Design scionic” an der Kunstuniversität in Linz. Diese Faltprinzipien konnten drei Studenten sinnvoll nutzen und entwickelten daraus faltbare Möbel.

Armin Steinkasserer, Martin Zimmermann und Alexander Masser stammen aus Italien und Österreich. Die Drei hatten Gelegenheit im Rahmen ihrer Diplomarbeit das Wissen ihrer Lehrer mit ihrem persönlichen Einsatz zu kombinieren und aus der Aufgabenstellung “Bionik – Modulares Faltmöbel” ein neues Produkt zu entwickeln. Dieses Wissen wurde einerseits durch Andreas Lesacher, Fachlehrer an der HTL für Innenraumgestaltung und Holztechnik in Villach und andererseits durch Peter Piccottini, Initiator und Leiter des Bionik-Projektes an der Fachhochschule Kärnten, vermittelt.

Ergebnis der Arbeiten ist ein Sitzmöbel, das aus einer Platte besteht und mittels Faltung aus einer zwedimensionalen Grundfläche in eine dreidimensionale Form gebracht wird. Die Vorteile liegen auf der Hand: Produktion flächiger Elemente und minimaler Platzbedarf für Lagerung und Logistik. So lassen sich 100 Faltstühle auf einem 1 Meter hohen Stapel lagern. Das Oberflächendesign des Faltstuhles läßt viele Möglichkeiten offen. So kann die Platte in der Produktion durch einen Tintenstrahldrucker geschickt werden und wie ein Plakat bedruckt werden. Für Unternehmen zum Beispiel ergibt sich damit die Möglichkeit Fotos, Grafik oder Logos individuell aufzubringen und so individuelle Stühle zu produzieren.

Für Konsumenten oder den Möbelhandel ist vielleicht noch wichtig zu wissen, dass die Stühle ab Oktober 2009 unter dem Markennamen PLICIO erhältlich sind. Weitere Informationen auf http://www.plicio.com

Innovation mit Tradition

Innovation gilt als die wichtigste Qualität am Hightech-Markt. Trotzdem “schaffen” es neue, überlegene Produkte oft nur (sehr) langsam, ihre veralteten Vorgänger zu ersetzten. Für die Anbieter ist es oft durch kleine Anpassungen und Weiterentwicklungen möglich, ihre Technologien am Markt zu halten, obwohl diese nicht mehr auf der Höhe der Zeit sind! So stellte Sony seine Mavica-Digitalkamera bereits 1981 vor, und das Ende der analogen Fotografie schien unmittelbar bevorzustehen. Tatsächlich hielt sich Hersteller Kodachrome noch 28 weitere Jahre am Markt, bis er seine Tore im vergangenen Juni endgültig schließen musste. Ein weiteres Beispiel ist der E-Book-Markt: Bereits in den frühen 1990er Jahren wurde die grundlegende Technologie vorgestellt. Aber trotz des Hypers rund um Amazons Kindle machen E-Books bis heute weniger als fünf Prozent des Buchmarktes aus.

Es macht für Unternehmen daher oft Sinn, neben der neuen Technologie auch in die alten Produkte zu investieren = “Klasskiker” solange wie möglich profitabel zu halten, um in der neuen Technologie konkurrenzfähig zu sein. Oft ist es auch zielführend, alte und neue Technologien zu verbinden. Der herlömmliche Vergaser hat sich nur so lange am Markt gehalten, weil er mit Technologie der Direkteinspritzer kombiniert wurde. Aktuell müssen sich Hybridfahrzeuge bewähren und gelten als Zukunftshoffnung. Für die Konsumenten ist es einfacher, sich durch einen “sanften Wechsel” an die neue Technologie zu gewöhnen. Der Markt hat seine eigene Geschwindigkeit: Im Fall der Automobilindustrie dürften die Kunden in ein paar Jahren dazu bereit sein, reine Elektrofahrzeuge zu akzeptieren.

Wir brauchen (noch) mehr InnovationSpirit -
durchaus mit Traditionsbewusstsein!


Kostenloser Download der September Ausgabe (4MB)

Trotz Innovationen: Technologie-Klassiker sind standhaft

Innovation gilt wohl als die wichtigste Qualität am Hightech-Markt, nichtsdestotrotz schaffen es neue, überlegene Produkte oft nur sehr langsam, ihre veralteten Vorgänger zu ersetzen. Für die Anbieter sei es oft durch kleine Anpassungen und Weiterentwicklungen möglich, ihre Technologien am Markt zu halten, obwohl diese nicht mehr auf der Höhe der Zeit seien, so die New York Times. So stellte Sony Mavica-Digitalkamera bereits im Jahr 1981 vor, das Ende der analogen Fotografie schien unmittelbar bevorzustehen. Tatsächlich hielt sich Hersteller Kodachrome noch 28 weitere Jahre am Markt, bis er seine Tore im vergangenen Juni endgültig schließen musste.

Ein weiteres Beispiel ist der E-Book-Markt: Bereits in den frühen 1990er-Jahren wurde die grundlegende Technologie vorgestellt – trotz des Hypes rund um Amazons Kindle machen E-Books bis heute weniger als fünf Prozent des Buch-Markts aus. Es mache für Unternehmen oft Sinn, neben der neuen Technologie auch in die alten Produkte zu investieren. Das Ziel sei, die Klassiker solange wie möglich profitabel zu halten, um in der neuen Technologie konkurrenzfähig zu sein.

Oft sei es auch zielführend, alte und neue Technologie zu verbinden. So hätte sich der herkömmliche Vergaser nur solange am Markt gehalten, weil er mit Technologie der Direkteinspritzer kombiniert wurde. Aktuell müssen sich Hybridfahrzeuge in der Automobilbranche bewähren und gelten als Zukunftshoffnung. Für die Konsumenten sei es einfacher, sich durch solch einen sanften Wechsel an die neue Technologie zu gewöhnen, der Markt habe jedoch seine eigene Geschwindigkeit. Im Fall der Automobilindustrie dürften die Kunden in breiter Masse wohl in ein paar Jahren dazu bereit sein, reine Elektrofahrzeuge zu akzeptieren.

Wenn Wissenschafter staunen

Beim großen europäischen Biochemiekongress der FEBS
(Federation of European Biochemical Societies) Anfang Juli 2009 in
Prag feierten Schülerinnen und Schüler der HLFS Ursprung einen
überraschenden Erfolg. Das molekularbiologische Schulprojekt “Flotte
Bienen – fiese Viren” wurde unter großem Staunen internationaler
Biochemiker im Rahmen einer Studentenkonferenz als bestes
präsentiertes Projekt ausgezeichnet.

Bemerkenswert ist, dass die Schülerarbeiten sich mit den Beiträgen
universitärer Institutionen aus der ganzen Welt zu messen hatten -
und trotzdem prämiert wurde. Bei dem Laborprojekt untersuchten die
Schülerinnen und Schüler von 2008 ein für Bienen tödliches Virus. Die
berüchtigte Varroamilbe bedroht auch die
europäische Imkerei. In den USA gingen letztes Jahr 0,6 Millionen
Bienen-Völker verloren. Mit High-Tech Analysen konnten die
SchülerInnen sicherstellen, dass bei den untersuchten Proben noch
kein gefährlicher Virus nach Österreich gekommen war. Ein Blick in
die Zukunft einer Schule mit der Vision nicht nur Bildungsstätte,
sondern auch Forschungsplatz zu werden. Christina Löcker und Max
Bamberger hatten die Ehre für das Projektteam aus Ursprung den Preis
in Prag entgegen zu nehmen.

Das Projekt wurde von Jugend innovativ, generation innovation,
Bildungsförderungsfonds für Gesundheit und Nachhaltige Entwicklung
und der Österreichische Gesellschaft für Molekulare Biowissenschaften
und Biotechnologie (ÖGMBT) unterstützt

Regierungen forcieren Innovation

Während Innovation traditionell eher von Unternehmern und Firmen gefördert wird, versuchen immer mehr Staaten den Bereich auf nationalem Level weiterzubringen. Zum einen müssen auf Gebieten wie Energie, Umwelt oder Gesundheit privater und öffentlicher Sektor zusammenarbeiten. Zum anderen funktioniert traditionelle Wirtschafts- und Entwicklungspolitik nicht optimal. Dabei handelt es sich bei Innovationspolitik um eine relativ neue Disziplin, die theoretisch noch kaum untermauert ist. Deshalb sollen „Innovationsplattformen“ gegründet werden, um die Entwicklung oranzutreiben. Im Hintergrund steht eine bedeutende Frage: Welche Rolle soll der Staat bei der Schaffung und Förderung von Industrie und Jobs in der heutigen hochtechnologischen, globalen Wirtschaft spielen? „Es geht darum, eine Agenda zu setzen und ein Portfolio von Qualitäten zu erstellen, wodurch sich Wirtschaft und Gesellschaft intelligenter und schneller weiterentwickeln können“, erklärt John Kao, ehemaliger Professor an der Harvard Business School, der eine Konferenz von Experten aus diversen Ländern organisierte,
um den gegenseitigen Austausch zu fördern. Verantwortliche aus Australien, Brasilien, Großbritannien, Chile, Kolumbien, Finnland, Indien, Norwegen und Singapur nahmen an dem Treffen in der Nähe von San Francisco teil.
Wir brauchen (noch) mehr InnovationSpirit!

Kostenloser Download der Juli-August-Ausgabe (4MB)

Förderprogramm für Existenzgründer

Das Bundesministerium für Forschung und Entwicklung bietet für Existenzgründungen aus der universitären Forschung und Wissenschaft das Förderprogramm EXIST an. Bewerber sind immer die Universitäten oder Gründernetzwerke, die in Zusammenarbeit mit ihren wissenschaftlichen Mitarbeitern einen entsprechenden Förderantrag stellen können. Ziel der Förderung ist der Aufbau einer selbständigen Existenz. Genaue Informationen liefert die Seite des Bundesministeriums unter www.exist.de. Gerade was die Finanzierungs-Frage anbelangt, wissen viele Existenzgründer gar nicht, wie sie an die ganze Sache herangehen sollen und welche Möglichkeiten der Finanzierung es gibt. Einige Banken vergeben zwar auch Kredite für Selbstständige, aber oft ist die Kreditvergabe an Bedingungen geknüpft, die die meisten Antragsteller nicht erfüllen. Kredite an Existenzgründer werden von Banken äußerst selten vergeben. Denn meist ist den Finanzhäusern das Risiko einfach zu hoch, dass die Geschäftsidee nicht den gewünschten Erfolg bringt – egal wie toll das Konzept ist, egal wie gut der Businessplan ausgearbeitet ist. Der Versuch, über das Förderprogramm EXIST Unterstützung zu bekommen, lohnt sich also auf alle Fälle.

Neben der finanziellen Förderung bietet das Programm EXIST einen großen Rahmen an verschiedenen Unterstützungsmaßnahmen an, von Seminaren bis hin zu Netzwerken. Gerade für junge Forscher ist es oft zu viel, wenn sie sich neben den fachlichen Eigenschaften ihres Projektes noch kaufmännische Kenntnisse aneignen sollen. Da es aber für den Aufbau eines Wirtschaftsbetriebes unerlässlich ist, wenigstens die Grundlagen von Buchhaltung über Kundenakquisition bis hin zum Finanzplan zu beherrschen, bietet EXIST eine gute Möglichkeit, alles konzentriert in Fachseminaren zu erlernen. Ein solches Consulting ist unverzichtbar, wenn man seine eigentlichen Aufgaben nicht vernachlässigen oder viel Geld für externe Beratung ausgeben will.

Um einen Businessplan und eine Geschäftsidee auf tragfähige Beine zu stellen, braucht man Partner. EXIST ermöglicht mit seiner Förderung, dass die Auswahl der geeigneten Partner gelingt und Kosten für ein professionelles Coaching übernommen werden. Natürlich sind verschiedene Bedingungen an eine Anschubfinanzierung geknüpft, so darf das Unternehmen z.B. noch nicht gegründet sein.

Die Einbindung einer Geschäftsgründung in den universitären Rahmen kann viele Vorteile bieten. Erstmal entfallen hohe Kosten für eine technische Ausstattung, da es oft möglich ist, die vorhandene Einrichtung der Universität zu nutzen. Natürlich rekrutieren sich hier oft auch die ersten Mitarbeiter. Man kennt seine Kollegen, kann einschätzen, wie zuverlässig und interessiert sie sind, für welche Aufgaben sie geeignet sind und mit welchen Kollegen sie harmonieren. Viele erfolgreiche Existenzgründer haben sich an der Universität kennengelernt und ein ganzes Leben mehr oder weniger eng zusammengearbeitet.

Für viele kleine und mittlere Unternehmen wäre eine Existenz nicht denkbar ohne die Kontakte, die ihnen an oder über die Universität zur Verfügung gestellt wurden. Das berühmte Vitamin B öffnet einem so manche Türen, die anderen Bewerbern verschlossen bleiben. Wer also die Möglichkeit hat, die Verbindungen zu nutzen und sich im Umfeld seiner Universität mit seiner Existenzgründung anzusiedeln, der sollte nicht lange nachdenken, sondern diese hervorragenden Bedingungen nutzen.

Wirtschaft hält (Innovations-) Kurs

In der Ausgabe Juni: Obwohl die Dynamik der Entwicklung der letzten Jahre gebrochen ist, bleibt die “Front Running Strategy” als wirtschaftspolitisches Ziel klar im Visier.

Die aktuelle Globalschätzung der Statistik Austria über F&E-Aufwendungen von 7,7 Milliarden Euro oder 2,73 Prozent der heimischen Wirtschaftsleistung ist trotz des prognostizierten leichten Rückgangs der betrieblichen F&E-Aufwendungen ein klares Signal für die strategische Ausrichtung der heimischen Unternehmen und der österreichischen Politik:

Gerade jetzt ist es wichtig, konsequent am Ziel einer hohen Innovationsleistung der Unternehmen festzuhalten, denn auch in einer Rezession werden Marktanteile gewonnen und verloren. Bei einer typischen Projektdauer von zwei bis drei Jahren muss man JETZT die Marktchancen der Zukunft sichern!

Wir brauchen (noch) mehr Innovation Spirit!

Kostenloser Download der Juni-Ausgabe (5MB)

Bionik/Biomimetics in Energy Systems

Master Studiengang

Der Internationale Master-Studiengang zum Thema „Bionik/Biomimetics in Energy Systems“ widmet sich erstmals in Europa dem Bereich der Energiebionik.
Die Energiebionik hat als Teildisziplin der Bionik die Untersuchung von Energiewandlung in lebenden Organismen für die Entwicklung ähnlicher technischer Systeme und Geräte zur Energiegewinnung zum Inhalt.
Die folgenden Fragestellungen sind daher im Master-Studiengang „Bionik/Biomimetics in Energy Systems“ unter anderem von aktueller relevanz: Wie funktionieren natürliche Energie-Systeme? Welche Energie-Konzepte verfolgt die Natur und wie regelt sie ihren Energiehaushalt? Welche zukünftige Technologien und Systeme lassen sich daraus für die Menschheit ableiten? Welche neuen technischen Energie-Systeme können Sie als zukünftige Energiebionikerin/als zukünftiger Energiebioniker aus diesen Erkenntnissen für die Menschheit entwickeln? Wie könnte eine solar – industrialisierte Welt einmal aussehen? Welche nach dem Vorbild der Natur gestaltete Energie-Zukunft ist denkbar und lässt sich in einer Solaren Bionik-Strategie für das „Energie-Schicksal“ zukünftiger Generationen definieren? Wenn Sie diese Themen und Fragestellungen interessieren, dann ist „Bionik/Biomimetics in Energy Systems“ an der Fachhochschule KÄRNTEN das richtige Masterprogramm für Sie!

BERUF & KARRIERE

Die Bionik ist eine Querschnittsdisziplin bei der gezielt Ingenieur- und Biologenkompetenzen zusammen geführt werden. So wird ihnen als zukünftiger Absolventin/als zukünftiger Absolvent ein Wissenspaket vermittelt welches es ihnen ermöglicht, sowohl fachrelevante als auch fachübergreifende, interdisziplinäre Fragestellung kreativ und innovativ zu durchdringen, um daraus neuartige Systeme, technische Produkte und Anwendungen zu entwickeln.

STUDIENINHALTE

Das angebotene breite Spektrum an Fächern ermöglicht ihnen als Studierende/Studierenden eine Lernumgebung, die sowohl wissenschaftsbezogen als auch praxisorientiert ist. Dabei wird unter anderem größter Wert auf eine stete Wechselwirkung zwischen theoretischer Grundlagenvermittlung und tätiger Forschung und Entwicklung gelegt.

Bionik Pdf-Datei Deutsch download
Bionik Pdf-Datei Englisch download

zwischenablage031

D.DI. Mag. Peter Piccottini,
Projektleiter Bionik, FH Kärnten
p.piccottini@fh-kaernten.at
www.fh-kaernten.at/biomimetics

Fachhochschule Kärnten
Villacher Straße 1
A-9800 Spittal an der Drau
T +43 (0)5 90500 -1147 F-1110

Störungsfaktor Innovation

Das Treffen von Entscheidungen und das Lösen von Problemen gehört unbestritten zu den Aufgaben des Managements. Im Bereich des Innovationsmanagements sind solche Entscheidungen mit in der Regel mit vielen Risiken verbunden. Immer wieder können wir feststellen, dass die Übertragung von Best Practices und  Erfahrungen nur teilweise bis gar nicht auf neue Lösungen anwendbar sind. Das ist oftmals der Grund der sog. „Innovationsflops“, die im Bereich der Industriegüter zwischen 25 und 40% schwankt, während sie auf Konsumgütermärkten noch höher sind (zwischen 35 – 60%).

Die Zahlen aus der Praxis zeigen, dass es keine „one size fits all“-Strategie im Bezug auf Innovationsprojekte gibt. Für jedes Unternehmen muss die aktuelle spezifische interne und externe Situation berücksichtigt werden, bei der organisatorische, strategische, unternehmenskulturelle und marktspezifische Faktoren zum Tragen kommen. Relevante Einflussgrößen, welche sich auf die Innovationsfähigkeit beziehen, werden in der Literatur zumeist über die traditionelle Erfolgsfaktorenforschung ermittelt. Die so gewonnenen Erfolgsfaktoren sind oftmals nicht auf andere Unternehmen übertragbar. Zudem reicht ihre Aussagekraft oft nicht aus, um komplexe Situationen angemessen beschreiben zu können.

Der Lösungsanbieter für Wissens- und Innovationsmanagementlösungen, Pumacy Technologies AG hat deshalb im Rahmen eines von der Europäischen Union kofinanzierten Forschungsprojekts den INNOPLEX-Ansatz (www.innoplex.eu) entwickelt, für den unterschiedliche Herausforderungen an das Innovationsmanagement untersucht wurden: (a) Analyse unternehmensspezifischer Einflussfaktoren für das Innovationsmanagement, (b) Untersuchung der Wechselwirkungen zwischen diesen Faktoren und Identifikation der Störfaktoren sowie (c) Priorisierung von Innovationsfaktoren und Ableitung von Handlungsempfehlungen.

Die Ergebnisse des Projekts bestätigen, dass für die Innovationsfähigkeit nicht nur Erfolgsfaktoren, sondern auch Störfaktoren von Relevanz sind. Dies verdeutlicht, dass die Anzahl der unternehmensspezifischen Einflussfaktoren sehr hoch ist und ihre Wirkungsweisen qualitativ unterschiedlich sind. Die Komplexität, welche durch die Vielzahl von Einflussfaktoren entsteht und den gegenseitigen Wechselwirkungen untereinander, scheint unüberwindbar zu sein. In diesem Bereich führen uns unsere linearen Denkmuster, wie wir sie oft gebrauchen, an grundsätzliche Verständnisgrenzen. Um dieser Linearität vorzubeugen, wurde im Rahmen des INNOPLEX ein unternehmensinternes Werkzeug, der „Innovation Profiler“ entwickelt. Mit Hilfe dieses Instruments wird das Unternehmen auf das Innovationsverhalten, Innovationsinfrastruktur und Störfaktoren hin analysiert. Mit Anwendung von Methoden der sozialen Netzwerkanalyse wird die Relevanz und situationsspezifische Priorität der Faktoren identifiziert, um die Komplexität abzubilden und für die Priorisierung von Maßnahmen zu reduzieren.

zwischenablage011

Abbildung 1: Funktionsweise des Innovation Profilers (Quelle: www.innoplex.eu)

Die Identifizierung der Faktoren, unabhängig, ob es sich um Erfolgs- oder Störfaktoren handelt, wird in Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern durchgeführt. Die Aufgabe der Unternehmensanalyse hinsichtlich ihrer Innovationsfähigkeit besteht darin, die Stärken und Schwächen des Unternehmens aufzudecken. Das Ziel ist die Identifikation der Potentiale und ihre strategische Bewertung. Ausgehend von den Ergebnissen hat das Unternehmen verschiedene Entscheidungen bzgl. des Innovationsmanagements zu treffen, wie beispielsweise die Festlegung des Markteintrittszeitpunktes (sog. Timing-Strategien) oder der Beginn der Entwicklungsaktivitäten (Entwicklungs-Timing). Auf der operativen Ebene sind sowohl die personellen als auch die organisatorischen Störfaktoren zu evaluieren und zu überwinden. Diese innovationsfördernden und hemmenden Einflussfaktoren unterliegen, wie das Unternehmen selbst  und seine Umwelt einem ständigen Wandel. Deshalb sollte die Identifikation und Analyse interner und externer Einflüsse ein fester Bestandteil des Innovationsmanagements werden.

Der Einbezug von Störfaktoren im INNOPLEX-Ansatz schließt die Anwendung von Best Practices nicht aus. Vielmehr benötigen diese jedoch eine individualisierte Betrachtung, um auf das Unternehmen abgestimmte Lösung zu generieren, sowie den Einbezug von Störfaktoren, um ein robustes Innovationsmanagement zu entwickeln. Dabei sollte nicht außer Acht gelassen werden, dass  eine kritische Begutachtung der Störfaktoren kontinuierlich durchgeführt werden sollte. Es geht dabei nicht primär um die Überwindung der Störfaktoren, sondern um ihre explizite Berücksichtigung im Innovationsprozess in Anbetracht der Komplexität der Aufgabe. Mit INNOPLEX wird es gezielt möglich, eben jene Störfaktoren zu identifizieren, die eine besonders prägnante Rolle im Unternehmen einnehmen. Schafft es das Unternehmen, angesichts begrenzter Ressourcen seine Prioritäten für das Innovationsmanagement richtig zu setzen, stellen sich meist erstaunliche Steigerungen seiner Innovationsfähigkeit ein.

Selma Borovac, Pumacy Technologies AG (www.pumacy.de)