Aktuelle Ausgabe InnovationSpirit

titelblatt-innovationspirit-mai-09“Patentrezepte” gegen die Krise!

Aus dem Inhalt: Der Erfinderverband prämiert zum 100. Geburtstag innovative Persönlichkeiten. “Die Menschheit steht vor großen wirtschaftlichen, demografischen und umweltpolitischen Herausforderungen. Um diese zu bewältigen, sind wir auf profunde Innovationen angewiesen.” so leitete Pro. Gerlind Weber, Enkelin des österreichischen Erfinders Viktor Kaplan, die Prämierung von neun Persönlichkeiten mit der Kaplan-Medaille durch den österreichischen Erfinderverband in Wien ein.
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Renaissance einer “vergessenen” Moral”

Talk Gate, die Diskussionsplattform vom
Tech Gate Vienna setzte am 14.5.2009 ihre Veranstaltungsreihe mit einem hochkarätig
besetzten Podium fort. Das Thema lautete "Innovation als Krisenantwort - braucht es
auch eine neue Moral? . 

   Vor mehr als 100 Gästen diskutierten Dr. Stephan Schulmeister
(WIFO), Univ. Prof. DI Dr. Peter Skalicky (TU Wien), Mag. Andreas
Schieder  (Staatssekretär für Finanzen) und der Philosoph Konrad
Paul Liessmann, der die Moderation übernahm.  "Die Frage nach einer
"neuen" Moral erweist sich bei genauerem Hinsehen dann sehr oft als
Renaissance einer "vergessenen" Moral"  so Liessman. Kontrovers
gestaltete sich die  Diskussion ob es einfach neuer Regeln seitens
der Politik bedarf, die auch von einer moralischen Basis ausgehend,
der Wirtschaft  als Rahmenbedingungen vorgegeben werden. " Das Spiel
an sich zu ändern ist nicht innovativ, die Regeln zu ändern aber sehr
wohl" meinte dazu etwa Skalicky. Das Streben der Gesellschaft nach
immer Mehr wurde als ein Faktor, der zur Krise führte ausgemacht. "Es
sei auch achtzugeben, dass die Wirtschaftskrise nicht eine soziale
Krise nach sich zieht" sagte Schieder. Die technischen Möglichkeiten
seien der sozialen Integration davongelaufen und ein
Vernetzungscharakter, der dies verbindet wäre innovativ. Auch soziale
Innovationen, die auf konkretem problemorientiertem Denken fußen
wären einen Möglichkeit für die Zukunft. Nach 90 Minuten angeregter
Diskussion war man sich einig, dass das Thema noch lange nicht zu
Ende diskutiert sei; im Anschluss  wurde auch die Gelegenheit genutzt
mit den Diskutanten in bilateralen Gesprächen den einen oder anderen
Gedanken  fortzuführen.

   Bereits seit 2003 diskutieren hochrangige und namhafte Vertreter
aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik bei diversen Talk Gate
Veranstaltungen. Im Spannungsfeld modernen Zeitgeistes -
zukunftsorientierter Geisteshaltung und der Tatsache, dass
Technologie und Innovation wesentliche Bestandteile unserer Kultur
sind -  ist es wichtig, kontroverse Themen mit Spezialisten zu
diskutieren, ohne die allgemeinen Probleme, die sich aus der
Veränderung der Welt ergeben, aus den Augen zu verlieren.

High-Tech-Segelboot für internationale Märkte

Der international erfolgreiche Segelsportler Hans Spitzauer (Olympia, WM, Weltcup) und das Wiener Unternehmen Spirit Design / Innovation and Branding stellen einen neu entwickelten Segelbootstypen vor. Das Design entstand mit Hilfe modernster Computer-Technologien, das Boot wird zum Teil aus dem High-Tech-Material Kohlefaser gefertigt. Allroundsegler auf der ganzen Welt sollen mit der Innovation aus Österreich angesprochen werden. Das Projekt wurde durch eine departure-Förderung ermöglicht.

„Wir haben das Segeln nicht neu erfunden – aber wir bereichern es um ein neues Bootskonzept: die perfekte Kombination aus Renn- und Freizeitboot für Binnengewässer“, beschreibt Hans Spitzauer sein neu entwickeltes Bootsmodell Lago26, dessen erster Prototyp dieser Tage fertiggestellt wurde. Spitzauer, einer der erfolgreichsten heimischen Segelsportler, wurde bei dem Projekt von departure, der Agentur der Stadt Wien zur Förderung der Creative Industries, unterstützt. Spirit Design wirkte schon bei der Erstellung des Business Plans und der Fördereinreichung maßgeblich mit.

Das Design der Lago26 bricht mit der traditionellen Formgebung, die man bisher bei Segelbooten dieser Größe kannte. „Wir haben eine eine eigenständige, futuristische Gestaltung entworfen, die Funktion und Ästhetik verbindet,“ sagt Daniel Huber, Managing Partner Product bei Spirit Design. Dabei kam wieder die ausdrucksstarke Formensprache des Wiener Designunternehmens zum Einsatz. Man kennt sie auch von Projekten wie dem Rosenbauer Panther, dem Wiener City Airport Train oder dem ÖBB railjet. Die Lago26 kommuniziert Schnelligkeit und Dynamik ebenso wie Freizeittauglichkeit und Komfort: dieser Effekt entsteht durch die Kombination aus schnittiger Form und dem Obermaterial Teakholz.

International renommierte Partner

Als Partner für das Projekt konnte Hans Spitzauer aufgrund seiner ausgezeichneten Kontakte in der internationalen Seglerszene hervorragende Unternehmen gewinnen: Das technische Rumpfdesign stammt von der bekannten deutschen Bootsdesignerin Juliane Hempel. Für die technische Beratung standen die Hamburger Ship Consultants Zucker & Partner zur Verfügung. Als Hersteller fungiert die weltweit anerkannte Yachtwerft TSMM Composite Works in Antalya.

Das Kohlefaser-Rigg des Bootes stammt von Maltese SpA aus Neapel, wo beispielsweise auch der Mast der südafrikanischen America’s Cup Yacht Shosholoza gebaut wurde. Als Lieferant für das Segelmaterial konnte das führende Unternehmen North Sails One Design gewonnen werden, die Beschläge stammen vom US-Hersteller Harken, und das Tauwerk kommt von FSE Robline.

Hoher Anteil an Kohlefaser

„Mit diesem Prototypen sind wir unserem Ziel entscheidend näher gekommen: Erstmals ein ebenso freizeit- wie renntaugliches Boot mit hohem Kohlefaseranteil zu bauen, das annähernd in der Preisklasse eines traditionellen Glasfaserbootes liegt“, beschreibt Hans Spitzauer den ehrgeizigen Anspruch an die Segeleigenschaften und das Preis-Leistungs-Verhältnis bei seinem Projekt. „Damit realisieren wir ein für den Bootsbau richtungsweisendes Konzept.“ Der Hintergrund: Kohlefaser ist sehr viel stabiler und leichter – aber auch teurer – als Glasfaser. Bei der Lago26 wird das High-Tech-Material exakt an den entscheidenden Stellen eingesetzt, um seine einmaligen Eigenschaften optimal zu nutzen. So wird die größtmögliche Wirkung durch die Kohlefaser erzielt, ohne damit die Kosten übermäßig zu belasten.

Die Lago26 zeichnet sich durch hervorragende Segeleigenschaften aus: Einfaches Handling und Komfort wurden in bisher ungekannter Weise mit Schnelligkeit und Regattatauglichkeit verbunden. Bereits Ende Juli 2009 wird ein zweiter, serienreifer Prototyp in Österreich zum Probesegeln zur Verfügung stehen. Interessenten dafür sind eingeladen, sich über das Kontaktformular auf der Website www.championships.at anzumelden. Die durch die Tests gesammelten Meinungen und Feedbacks werden dann in die Fertigung des Serienmodelles einfließen.

Im September 2009 wird die Lago26 auf der Interboot in Friedrichshafen am Bodensee der Öffentlichkeit vorgestellt, ab Jänner 2010 soll die Serienproduktion starten.

Weitere Infos und technische Daten: www.championships.at

Nicht nur in Deutschland: Die Krise bedroht Innovationen im Mittelstand

mittelstand in der krise

mittelstand in der krise

Die Konjunkturkrise könnte einer Studie des deutschen KFW Institus zufolge die Innovationstätigkeit von Mittelständlern schwächen und damit die Wettbewerbsfähigkeit der gesamten Wirtschaft schwächen

Finanzierungsschwierigkeiten seien mit Abstand das häufigste Hindernis, weshalb kleine und mittlere Firmen geplante Produkt- oder Prozessneuerungen nicht umsetzen könnten, teilte die staatliche KfW-Bankengruppe am Mittwoch mit. “Es droht die Gefahr einer Abwärtsspirale aus schlechter Geschäftslage, mangelnder Finanzierung und unterlassener Innovation”, sagte KfW-Chefvolkswirt Norbert Irsch.

Der Zugang zu Finanzierungen hänge stark mit der wirtschaftlichen Situation eines Unternehmens zusammen: Kleine und mittlere Unternehmen mit eher schlecht laufenden Geschäften hätten doppelt so häufig Probleme, ihre Innovationen zu finanzieren als andere Firmen. Gerade in der Krise sei es aber wichtig, auf die Entwicklung von Innovationen zu setzen, betonte Irsch. Denn vor allem Unternehmen mit neuen Produkten und hoher Wettbewerbsfähigkeit würden vom Anziehen der Konjunktur profitieren.

Laut KfW-Analyse sehen sich fast drei Viertel der Mittelständler in ihrer Innovationstätigkeit behindert. Rund 62 Prozent begründen dies mit Finanzierungsschwierigkeiten, 47 Prozent mit bürokratische Hemmnissen und 31 Prozent mit dem Mangel an Fachkräften.

Finanzierungsprobleme hätten besonders Firmen, die für den Strukturwandel und damit die Wettbewerbsfähigkeit der gesamten Wirtschaft am wichtigsten seien: mittelständische Unternehmen mit hohen Forschungs- und Entwicklungsanstrengungen. “Ebenso ist die Finanzierung von Marktneuheiten problematischer als die von Produkt- oder Prozessimitationen.” Generell gelte: Je kleiner und je jünger der Mittelständler, umso größer seien die Probleme, Innovationen aus Eigen- oder Fremdkapital zu stemmen.

Auch große Industriefirmen klagen nach einer Umfrage des Münchner Ifo-Instituts über eine restriktive Kreditvergabe. Die deutschen Banken verschärften die Bedingungen für Darlehen zum Jahresanfang in allen Geschäftsbereichen, wie aus einer Umfrage der deutschen Bundesbank hervorgeht. Auch für das laufende zweite Quartal gehen die Institute davon aus, dass sie ihre Kredite an Firmen und Privatkunden restriktiver vergeben.